Vibrato, ist das Kunst, natürliche Funktion oder doch Technik oder vielleicht reiner Zufall?

Shownotes

Willkommen zu einer neuen Folge vom Stimmkontor Podcast. Kurz vor unserer Sommerpause steht ein Thema im Mittelpunkt, das in der Gesangspädagogik und Stimmarbeit immer wieder für glühende Diskussionen sorgt: Was ist eigentlich Vibrato?

Dazu habe ich mir einen wunderbaren Kollegen eingeladen. Ich spreche mit Martin Lorenz. Martin ist studierter Jazz- und Popularsänger, Ensemble-Sänger in der preisgekrönten A-cappella-Gruppe Quintense, Musicaldarsteller und Gesangspädagoge in Leipzig. Er bringt nicht nur die nötige wissenschaftliche und pädagogische Neugier mit, sondern auch jede Menge praktische Erfahrung.

Gemeinsam gehen wir diesem faszinierenden Phänomen auf den Grund. Wir klären, wie ein Vibrato physiologisch überhaupt entsteht, ob es natürlich ist oder doch nur Technik, und wie wir im Unterricht und beim Üben gezielt an der stimmlichen Schwingung arbeiten können.

Eine fachlich fundierte und praxisnahe Folge für alle, die das Geheimnis einer frei schwingenden Stimme entschlüsseln wollen.

Viel Spaß beim Hören!

Dein Michael

SHOWNOTES & RESSOURCEN

In dieser Folge tauchen wir tief in die Gesangsästhetik, die Physiologie des Singens und die Arbeit am Vibrato ein: Mehr über Martin Lorenz: https://www.instagram.com/martin.lorenz.musicutm_source=ig_web_button_share_sheet&igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==

Quintense (A-cappella-Gruppe): https://quintense.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ein Hallo an euch da draußen.

00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge hier beim Stimmkontor Podcast!

00:00:08: Es ist Sommer, die Temperaturen steigen und auch das Wissen wird auch heute hier im Podcast steigen.

00:00:16: Hierzu Gast heute Martin Lorenz.

00:00:18: Schön, dass du da bist.

00:00:20: Hi, freut mich sehr, hier zu sein.

00:00:24: Unter unserem Podcast könnt ihr gerne kommentieren Teilen, liken und unsere Sachen auch kommentieren.

00:00:32: Also bitte teilt uns gerne eure Meinung mit!

00:00:35: Davon lebt der Podcast durch den Austausch.

00:00:39: Martin, ich überlege die ganze Zeit schon wo ich dich kennengelernt habe.

00:00:43: Ich glaube das erste mal hat Tony Linke über dich gesprochen und hat mir gesagt den mit dem musst du dich mal auseinandersetzen?

00:00:51: Und dann habe ich dich glaube ich bei Instagram das erste Mal wahrgenommen hab bin dir dann gefolgt und habe dann Interessante, coole Gesangsbeiträge sehen kritisch Stimmen von deiner Richtung gehört.

00:01:06: Was mir sehr gefallen hat zu der einen oder anderen Thematik nicht als Video sondern als Kommentar.

00:01:18: Das fand ich ganz spannend und da bist du mir schon aufgefallen.

00:01:21: Und dann, als ich mich mit Toni neulich mal nördig unterhalten habe über das Thema Vibrato ... Da hat er auch gesagt, da musst du dich mit Martin drüber unterhalten.

00:01:30: Okay?

00:01:31: Muss ich tun!

00:01:32: So sind wir hier angekommen.

00:01:34: Martin...

00:01:37: Für alle Leute, die sich daraus fragen, wer ist Martin Lorenz, magst du uns erzählen, wer eigentlich dieser Mensch, den ich heute eingeladen hab?

00:01:47: Martin Lorenz ist jemand, der Musik auf dem zweiten Bildungsweg gewählt hat und auch die Gesangspädagogik auf den Zweiten Bildungs Weg.

00:01:55: Das kommt mir manchmal wieder komisch vor weil ich hatte ein Leben vor dem Gesang und vor der Musik.

00:02:06: Ich war vorher im Maschinenbau studiert und hab das fertig gemacht habe aber festgestellt dass es nicht so das ist was mein ganzes Leben lang machen möchte und bin dann sozusagen irgendwann, nachdem ich ein paar Jahre drin gearbeitet habe.

00:02:19: nochmal hab ich den Versuch gestartet noch mal mich in einer Hochschule anzumelden.

00:02:25: Und hab dort doppelfach Lehramt studiert also eigentlich einen Lehramt mit einem zweiten künstlerischen.

00:02:33: Ach das war dann Jazz & Pop.

00:02:35: gesang könnte sozusagen an die Schule gehen, habe ich aber nicht gemacht.

00:02:40: Weil ich dann dachte okay das Unterrichten und auch dass selber mitforschen an Stimme macht mir so viel Spaß, dass ich glaube, dass sich da der Gesellschaft irgendwie mehr nutzen habe wenn ich da drin bleibe in diesem Mitteel Irgendwann angefangen Fortbildungen zu besuchen im Thema Vokalpädagogik.

00:03:03: Also war es auf CVT-Fortbildungen, war auf STIL Fortbildung dann beim BDG im PPG hatte aber vorher mich natürlich schon in der im Studium mit Einer Bachelorarbeit war über Flow im Gesangskonstext.

00:03:25: Da habe ich so eine Studie gemacht, auch für vergleichende Studien im Sinne von okay tritt bei euch eher Flow in Proben auf oder eher im Konzeptkontext und dann später mit der Masterarbeit über vibrato.

00:03:38: Und ja nebenbei bin ich ein Arrangeur für Vokalist also für Chor.

00:03:44: das mache ich sehr gerne.

00:03:45: Ich bin Chorleiter habe in Leipzig zwei Chöre und ein Studienvorbereiten das Ensemble.

00:03:55: für die, die das vielleicht mal studieren wollen.

00:03:58: Ich habe in Weimar jetzt bis diesen Jahres den Lehrauftrag gehabt im Coor-Leitung Popular.

00:04:05: Jetzt erst einmal nicht wegen Kind auch und weil ich Elternzeitvertretung gewesen bin.

00:04:10: es kann sein dass sich das noch mal ändert eventuell aber genau Das habe ich gemacht jetzt, glaube ich so für drei Jahre etwa.

00:04:18: Und bin nebenbei total begeistert da auch Stimmforschung und Stimmwissenschaften überlege vielleicht nochmal zu promovieren in dem Feld.

00:04:29: Da bin ich gerade noch ein bisschen unschlüssig, schaue ich mal noch wie das mache.

00:04:34: Genau!

00:04:35: Und ansonsten bin ich totaler Fan von Gesangspädagogie Einzelunterricht aber auch halt eben dass Nicht nur zu vermitteln im Sinne von, es verstehen alle und das ist relativ einfach.

00:04:48: Sondern auch wissenschaftlich so fundiert dass ich durchaus meiner Meinung mehrfach geändert habe in dem Unterricht oder über gewissen Dingen im Unterricht.

00:04:58: Und da bin ich auch mit Austausch mit zum Beispiel Toni Linke oder auch mit ein paar anderen Gesangspädagoginnen um einfach zu besprechen okay was ist da die aktuelle Forschungsstand?

00:05:09: Ich bin beim BDG gewesen, hab dort das Social Media Management gemacht.

00:05:14: Also die ganzen Posts für Social Media gemacht und dann auch auf dem BDGA Kongress das Social media Zeug genau.

00:05:20: Das ist so ungefähr mein Aufgabenbereich gewesen relativ viel ich

00:05:25: weiß.".

00:05:27: Und du bist nicht der Einzige?

00:05:29: Ich muss immer wieder sagen ihr da draußen ihr kennt es vielleicht schon dieses Phänomen ich lade jemanden ein und das ist irgendjemand aus dem Stimmbereich und dann erzählt die Person dass man ich habe früher was ganz anderes gemacht Und bin irgendwie zur Stimme gekommen.

00:05:41: Ich finde das total faszinierend!

00:05:45: Diese Wege, die dann zu so einer großen Bandbreite von musikalischem Interesse und Arbeitswegen führen... ich habe das jetzt alles mal aufgeschrieben.

00:05:57: Sänger, Vocal Coach, Arrangeur, Dozent, Chorleiter.

00:06:01: Wenn du dich vor einem dieser Rollen mal reduzieren müsstest, welche werden das?

00:06:06: Welche würden davon

00:06:06: überleben?!

00:06:07: Ähm,

00:06:09: ich glaube am liebsten... Puh!

00:06:14: Das ist schwierig.

00:06:15: Schwierig.

00:06:15: Also ich liebe die Arbeit mit Stimme.

00:06:18: Ich bin wirklich leidenschaftlich gesagt Peter Gugge und freue mich immer tierisch wenn Menschen zu mir kommen und dann das Gefühl haben oh das bringt mir gerade was.

00:06:28: Und wir kommen hier einen Schritt weiter und vielen Dank für die Stunde.

00:06:31: das war irgendwie total cool Da krieg' ich immer ja fast Pippi in den Augen sozusagen.

00:06:37: Also ich glaube, ich könnte mich nicht so richtig zerteilen weil auch die Chorarbeit sehr gerne, weil das noch mal eine andere Rangensweise zum Teil ist an Gesang und ich mag auf der Bühne stehen aber es ist für mich irgendwie alles gleichwertig.

00:06:51: also ich mag jetzt auf der bühne zu stehen Ich mag es mit Menschen an ihrer Stimme zu arbeiten Und ich mag es auch mit vielen Menschen dem Chor zu arbeiten.

00:07:02: Wie soll ich sich entscheiden?

00:07:03: Ist das schlimm?

00:07:05: Nein, überhaupt gar nicht.

00:07:09: Ich finde es immer so spannend wenn Leute vielschichtig arbeiten und verschiedene Ebenen miteinander vereinen.

00:07:14: Das finde ich immer sehr faszinierend!

00:07:18: Jetzt ist es so, dass ich dich ja heute mit einem großen Hintergedanken eingeladen habe.

00:07:23: Weil du dich ja mal eine längere Zeit mit dem Thema Vibrato auseinandergesetzt hast.

00:07:29: Für alle die da draußen jetzt erstmal die Frage stehen wie Bratu was ist das eigentlich?

00:07:33: Wo ist der Unterschied zum Tremor?

00:07:36: kommen vielleicht an die Kollegen außer Medizin.

00:07:38: Was ist da der Unterschied?

00:07:40: magst du uns mal ganz kurz in einfachen Worten sagen was ist eigentlich ein vibrato?

00:07:46: Also Vibrato ist erstmal eine Art Schwingung auf der Stimme, auf dem gesungenen Ton.

00:07:55: Gibt es jetzt nicht nur im Gesang sondern gibt es auch ganz viel Instrumentalen in der Instrumentalmusik und wird auch sehr häufig genutzt um die Musik lebendiger zu machen also um eine gewisse Spannung zu erzeugen eine gewissen Tonänderung also sozusagen den Ton ich einfach clean stehen lassen, sehr straight.

00:08:16: Sondern dass er dann plötzlich noch anfängt zu leben und man hat sowieso das Gefühl, dass Vibrato an sich was ist, was uns sehr ureigen ist.

00:08:25: Das habe ich in meinen Fällen jedenfalls so gefunden.

00:08:27: also wenn wir anfangen zum Beispiel zu trauern, dann will man wir auch und kriegen auch so ein leichtes so etwas drauf, was auf eine Art Vibrator hat.

00:08:38: Also es werden auch Emotionen transportiert mit Vibrat.

00:08:42: Dann zählt erst mal nur auf dem Ton eine gewisse Schwingung, die sich durch eine Intentitätsschwankung, also Lautstärkenschwankungen deutlich macht oder durch eine Tonhöhenschwankung.

00:08:55: Das ist erstmal nur das reine Vibrato und wird in der Kunst oder im Gesang unterschiedlich genutzt.

00:09:04: Zum Teil wird es ganz spezifisch genutzen für z.B.

00:09:10: Musical als Finalvibrator, da wird erst Sense-Tone gesungen mit relativ intensiven Tonen meistens in Weltlage und dann wird der Ton so ein bisschen released und dann gibt es einen Vibrato sodass das Ganze nochmal anfängt ein bisschen intensiver zu werden.

00:09:26: Genau ja aber diese typische Fittern in der Stimme oder dieses Gewisse was wir teilweise auch beim Sprechen merken wenn wir emotional werden fangen wir auch manchmal so was zu machen, das heißt nicht immer dass hört.

00:09:42: Aber sowas ist in der Tat gar nicht nur eine Musik zu finden sondern das findet man auch beim normalen in einer normalen Konversation die emotional wird und deswegen ist es auch so.

00:09:53: ein Thema was sehr sehr wichtig ist finde ich im Gesang weil es einen Zugang zu Emotionen gibt aber auch Emotion abbilden kann.

00:10:02: Jetzt ist ja die Definition.

00:10:04: Vielen Dank dafür, dass eine die Frage wie kommt man da hin und was steht da eigentlich physiologisch dahinter?

00:10:12: Das andere!

00:10:13: Wenn ich so darüber nachdenke, wie mein Kontakt mit dem Vibrato war in den vergangenen Jahren dann ist es am Anfang ganz oft etwas gewesen wo mir früher gesangspädagogische Menschen gesagt haben das ist was natürliches und wenn du deine Stimme gesund benutzt dann kommt das einfach.

00:10:31: Das werde ich nie vergessen.

00:10:32: Ich hab mich immer gefragt, interessant?

00:10:35: Dann passiert das einfach aber... ...ich benutze ja meine Stimme gesund und es passiert keine schlimmen Sachen.

00:10:40: Warum passiert das jetzt nicht einfach?

00:10:42: Und wie bist du denn jetzt da reingekommen?

00:10:45: War's so eine ähnliche Situation, dass du dich gefragt hast, was ist das eigentlich?

00:10:49: Wo kommt das her?

00:10:50: Wie bringt ihr meinen Studierenden bei?

00:10:52: Es gab keine Antworten.

00:10:53: oder wie hast du gesagt, jetzt muss ich mal ein bisschen darüber forschen?

00:10:57: Das ist der eine Punkt gewesen, dass ich mich selber gefragt habe okay wie wird es genutzt in meinem Genre also Pop-Popular und Jazz Bereich.

00:11:05: Und im Jazzbereich ist es durchaus Teil des Stilprägendes ein stilprägendes Element.

00:11:13: Wenn man sich zum Beispiel Ella Fitzgerald aufnahm oder Billie Holiday anhört dann ist das ständig mit dabei genauso auch wie bei Frank Sinatra oder anderen den Martin.

00:11:21: Aufnahmen sind auch ganz viel mit Vibrato.

00:11:24: Und auf der anderen Seite habe ich auch das Gleiche erlebt, so wie du.

00:11:28: Nicht für mich aber für eine Kollegin, die auch da wurde ihr gesagt im Gesangstenbericht.

00:11:33: Du kannst einfach kein Gibrat oder dein Körper kann das einfach nicht.

00:11:36: Du singst halt immer gerade und ich fand das Thema schon sehr spannend.

00:11:40: Ich hab einen Vortrag dazu gesehen von Alexander Gelhausen in der PPG Fortbildung und dachte es ist eigentlich ein total cooles Thema.

00:11:48: da mal auf den Zug aufspringen und würde mich da gern ein bisschen tiefer mit beschäftigen.

00:11:54: Alexander hat es jetzt auch schon sehr gut aufgearbeitet, ich wollte halt bloß einfach mal gucken ob okay.

00:12:00: gibt das Stimmenforschung zu vibrat oder gibt es da schon irgendwas worauf sich Leute geeinigt haben in der Stimmforschungswelt?

00:12:07: Oder ist das immer noch so nebulös?

00:12:09: Und habe dann herausgefunden dass sich in den letzten naja so zehn, zwanzig Jahren doch relativ viele Paper damit auch beschäftigen.

00:12:18: Nicht nur im klassischen Kontext, sondern auch im popularen Kontext oder kontextunabhängig.

00:12:23: also es gibt sozusagen oder genre unabhängiges gibt kein Genre.

00:12:26: Es wird einfach nur auf was passiert in Körper geschaut und das ist auch noch nicht abgeschlossen genauso wie viele andere Dinge mit der Stimmproduktion noch nicht abgeschlossen sind.

00:12:40: aber man hat sich sozusagen mittlerweile auf verschiedene sagen wir mal Begrifflichkeiten geeinigt erst mal die einige in ihren papern mehrfach verwenden und sich gegenseitig referenzieren.

00:12:52: Okay schon ein bisschen mehr licht im dunkel.

00:12:55: du hattest ja vorhin schon etwas erwähnt was denke ich für viele von den zuhörenden vielleicht ein bisschen Neuland ist.

00:13:02: Und zwar, dass es vom Vibrato unterschiedliche Arten gibt und das aber ich glaube da draußen Menschen immer nur das Vibratos sagen.

00:13:11: Es sind mal sagen was gibt dieses eine Vibrato?

00:13:14: Kannst du das mal so auffächern, was für verschiedene Arten man einteilen kann?

00:13:20: Es gibt sozusagen drei Hauptarten wobei man sagen muss die eine ist keine wirkliche sagen wir mal Hauptart, sondern die eine ist eher ein vibratoähnlicher Klang.

00:13:34: Wir können es aber auf den gewissen Spektrum zwischen zwei Polen eiligen und zwar einmal das Pitch-Vibrato oder auch Kielkopf-Vibrato genannt und einmal das Intensitätsvibrato, oder auch Zwerchfell-Viberto benannt.

00:13:50: Auch wenn das nicht bewusst mit dem Zwerschfell gesteuert werden kann wird es aber mit der abdominalen Muskulatur gesteuerd Impulse.

00:14:00: In der Stimmwissenschaft sagt man zu diesem zweiten Librator auch gerne Airflow-Vibrato, das heißt also es lässt sich ein gewisser ein Vibrato in der Luftsäule messen.

00:14:11: Der entsteht indem ich sozusagen das Zähichfeld zittern lasse.

00:14:16: Und dann gibt es noch diese dritte Art, das ist so eine Art entkoppeltes Vibrato und das ist das was viele unter Tremolo oder Tremor was du vorhin schon gesagt hast bezeichnen.

00:14:25: Also das ist ein Vibratobus eigentlich kein kontinuierlichen Luftfluss hat und deswegen wird es als Vibrator.

00:14:33: ähnlicher Klang bezeichnet ist aber eigentlich keins weil sozusagen die luft abgekattet wird durch die Stimmlippen und dann kriegt man halt sowas was einige in der Literatur als Bleeting oder als Maschinengewehr Vibrato bezeichnen.

00:14:49: Ganz gutes Beispiel für so ein schnelles Vibrator ist zum Beispiel Post Malone, jetzt in einer neueren Literatur und dieses wird halt oft mit dazugezählt, wird aber in der Stimmwissenschaft nicht als Vibrata bezeichnet.

00:15:07: Und man hat herausgefunden okay es gibt die Möglichkeit dass man sozusagen einen Luft Airflow-Vibrato haben kann und trotzdem ein Pitch-Unterschied sieht.

00:15:18: Also ein Vibrato setzt sich erst mal zusammen aus Vibrato Extent, das heißt also wie hoch ist der Tonhöhnunterschied?

00:15:27: Dann wie schnell ist das Vibratos die Vibratoreit?

00:15:30: und dann noch wie sehr es sozusagen neben dem Tonhöhnenunterscheid auch einen Lautstärkeunterschieden zu wahrzunehmen.

00:15:38: Und so kann man in, zum Beispiel sowas wie Wochewista oder auch Voiceband relativ gut analysieren.

00:15:45: Okay die Sängerin oder der Sänger macht eher das eine oder ihr das andere.

00:15:49: es gibt aber keine Definitive Unterscheidung, weil es kann durchaus sein, wenn es ein Airflow-Vibrator gibt.

00:15:56: Also was wir aus der Bauchmuskulatur mehr steuern, dass das durchaus auch Einfluss auf die oberen Kirchhoffstruktur nimmt und die auch mit Anspannen zu schwingen.

00:16:07: Das heißt also wie kriegen so eine Art Kombinationsvibrator?

00:16:11: Was anzeitlich gewisse Anteile hat, so ähnlich wie kann man sich vorstellen, wie das ganz große Thema Mixvoice Also es ja auch gibt und was ja auch sehr am Stritten noch ist das Thema.

00:16:23: Und so kann man sich auf vorstellen, es gibt wie ein Spektrum und es kann sein dass bestimmte muskuläre Strukturen beteiligt sind.

00:16:31: Es kann aber auch sein, dass die nicht beteilig sind.

00:16:33: Ein reines Kehlkoffibrato würde viel weniger körperlich sein hat aber auch in der klassischen im klassischen Gesang wenig Dramatik In den Studien, je dramatischer die Rolle ist, desto körperlich wirkt das Vibrato.

00:16:54: Desto mehr sind die abdominalen Muskulaturen mitbeteiligt oder die Supportmuskulatur kann man sozusagen sagen.

00:17:05: Total spannend!

00:17:05: Was sind

00:17:06: so die beiden Hauptströmungen?

00:17:07: Mhm.

00:17:09: Ja, cool!

00:17:09: Danke schön.

00:17:10: Ich muss auch sofort darüber nachdenken, wenn ich an meinen klassischen Gesangsunterricht zurückdenke, wenn es da um Vibrato ging und zum Beispiel dramatisches Rollenfach was dafür Körperübungen dazu genommen worden sind, wo die Muskulatur angesprochen worden ist, um das mit umzusetzen?

00:17:28: Genau, ja.

00:17:30: Wenn

00:17:30: ... Sag gerne, weil jetzt darfst du noch kurz etwas sagen.

00:17:35: Bitte.

00:17:37: Es ist häufiger so, dass im klassischen Gesang das nicht gerne unterschieden wird und auch viele das nicht so gerne hören.

00:17:44: Dass es zwei Libratorarten gibt und dass man das machen bewusst steuern kann, sondern das ist halt wie du schon gesagt hast natürlicherweise entsteht wenn die Stimme frei ist, wenn die stimme gut trainiert ist ich... Das ist aber jetzt meine Meinung und keine Studie.

00:17:59: Ich bin der Meinung vermute, dass es im klassischen Gesang häufiger darauf hinausläuft das wir Kombinationen aus beiden Strukturen haben.

00:18:08: Das heißt also, dass wir im klassisch schon eine gewisse Körperlichkeit haben wollen.

00:18:16: Also ein leichtes Zittern der Bauchmuskulatur oder der Abdominalmuskulator und gleichzeitig noch diese Kehlkopf-Kippung die dann sozusagen für das Kehlkoff vibrato führt.

00:18:28: Das bedeutet man hat einen Ich nenne das Full Body Vibrato und das fühlt sich natürlich auch frei an.

00:18:35: Das fühlt es sich auch sehr losgelöst an und fühlt nicht gehalten oder gemacht, sondern es fühlt relativ natürlich an.

00:18:42: aber bei dieser Natürlichkeitsfrage ist immer die Frage was ist natürlich?

00:18:46: Wo fangen wir mit der Natürlichkeit an?

00:18:48: und entsteht natürlich durch Training?

00:18:53: Also und durch Emitaktion, wenn jetzt zum Beispiel wir positive Verstärkung von unserem Lehrer oder unsere Lehrerin bekommen im Sinne von ja genau das was du machst ist gerade gut.

00:19:02: Genau dass es unter Machen wird, genau diese Apfel von Nebrato dann fühlst dich das natürlich irgendwann natürlich an und nicht mehr gemacht.

00:19:09: Ich glaube, in der Popular-Gesangswelt ist es so, dass man deswegen oft gemacht das Big Barton nennt.

00:19:15: Weil man versucht zu kontrollieren, man versucht es an und auszuschalten oft.

00:19:19: Man versucht nicht zu sagen okay wenn's da ist dann lassen wir uns einfach komplett den ganzen das ganze Stück über da sondern man versucht sozusagen bewusst als einen Effekt an und ausschreiben.

00:19:30: bei CVT zum Beispiel wird Vibrato auch als Effekt bezeichnet.

00:19:34: Da würden sich viele klassische Gesangspädagogen komplett dagegen sperren, Zum Beispiel.

00:19:40: Genau, das ist sehr umstritten in den verschiedenen Genre.

00:19:47: Ich finde du hast es aber sehr schön gelöst gerade beim Beschreiben.

00:19:55: Die Situation ist ja auch immer stilabhängig.

00:19:57: also im welchem Stil in welcher Stilistik bewege ich mich?

00:19:59: In der klassischen Musik gibt es hier unheimlich viele Schattierungen würde ich behaupten, die Kolleginnen mögen mir gerne verzeihen dass wir hier große Schattierungen haben.

00:20:12: auch von unterschiedlichen Opern, Fächern.

00:20:16: Je nach Rollentyp, je nach Zeit... ...je nach Komponist finde ich hier die Art und Weise der Umgang immer unterschiedlich.

00:20:26: Und auch hier kenne ich viele Gesangspädagoginnen, die auch immer Stil- und Genre entsprechen, das Vibrato anders unterrichten würden.

00:20:35: Was jetzt sehr gut dazu passt?

00:20:36: Ich habe eine sehr große Kollegin, die ich sehr schätze, sie war auch immer im Kurs Und im Podcast die Kerstin Weise, die bei Charlotte Lehmann lange Unterricht hatte.

00:20:47: Lehrerin von Quastoff und für die war das ja auch sehr wichtig über den Kiefer und halt über die Bauchdecke das Vibrato anzusteuern um eben diese wie sie sagte natürliche Anbindung zu bekommen.

00:21:03: Wenn wir in den verschiedenen Statistiken unterwegs sind, dass man auch manchmal einen Blick von außen braucht um zu schauen was wird da eigentlich wirklich gemacht.

00:21:11: Ich fand das so schön von dir formuliert, dass wenn wir uns in dieser Statistik befinden und ihr entsprechend ausgebildet sind ,dass es sich dann für uns natürlich anfühlt.

00:21:22: Populäre Stile haben ja den, wie ich finde manchmal findet so diese Freiheit Dinge zu kombinieren.

00:21:30: Die manchmal in einer ... sagen wir mal in der klassischen Gesangstilistik zusammenhängen.

00:21:35: können wir hier in populären Stilen Sachen miteinander in Kombination setzen was es nicht schlechter macht.

00:21:42: Was aber denke ich dann, wie du schon so schön gesagt hast, dieses Gefühl von Natürlichkeit nicht ganz mitbringt weil man auch noch ganz andere Sachen macht.

00:21:51: Und vibratulose?

00:21:54: Genau, beziehungsweise würde ich es sogar schon... Also ich finde zum Beispiel von Estil diese Einteilung ganz gut.

00:22:04: Dass wir erst Craft haben und dann die.

00:22:09: Das zweite, das dritte ist Performance Magic und das mittlere ist Craft on Staging oder sowas.

00:22:15: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, muss ich noch mal nachgucken?

00:22:17: Aber auf jeden Fall dass sozusagen mit der Performance Magic, mit dem Zusammenführen und mit der Wir denken nicht mehr daran, was wir wie Rato machen sondern es wird eine Intuition.

00:22:27: Wir machen das Ganze intuitiver dann wirkt es auch für einen selber viel natürlicher.

00:22:33: Das ist total klar!

00:22:35: Und dann muss ich aber trotzdem finde ich als Gesangspädagoge den Schritt zurückgehen und sagen, okay wie habe ich dann damals vibrato gelernt?

00:22:44: Wie kann ich das denn systematisch beibringen.

00:22:49: Wenn ein Mensch davon gar keine Ahnung hat um keinen Zugang hat, ist es sinnvoll ihm zu sagen, dann hast du einfach kein vibrato?

00:22:57: oder ist es Sinnvoll zu sagen ok singe einfach noch vier Jahre und dann kommt es von alleine?

00:23:02: oder ist möglich über gewisse Übungen, Imitationen machen nachmachen über gewisse Song-Analysen in denen man sozusagen Songs oder Stücke von gewissen Artists, also vom gewissen Menschen singt und sich dann mitreisen lässt.

00:23:21: Dass die Muskulatur Stück für Stück gelernt über auditives Verhalten oder über kinesthetisches Wahrnehmen.

00:23:27: dann wie fühlt sich das an?

00:23:30: Wie fühlt es sich das Vibrato an?

00:23:32: Weil ich weiß von vielen, mit denen ich gesprochen habe.

00:23:34: Dass Vibrato sich für sie total natürlich und selbst gegeben anfühlt.

00:23:40: Und für ... Ich kenne aber auch Menschen die sagen okay, ich hab das nicht!

00:23:44: Für mich fühlst du es gar nicht so an.

00:23:46: Ich muss es erzeugen, ich muss es zusätzlich machen.

00:23:52: Und jetzt mal eine große Frage an dich.

00:23:53: Warum sollten wir's machen?

00:23:55: Was bringt uns ein Vibrato?

00:23:58: Ich habe in Vorbereitung auf heute das eine oder andere Paper gelesen und fand es ganz interessant, dass sogar unser menschliches Gehör so schreiben einige bei einem Vibrato die Tonhöhe als ein Mittelwert wahrnimmt.

00:24:14: Und dass das so ne ganz andere Hörerfahrung ist!

00:24:18: Und dass es sogar Studien gibt, die zeigen Gehirn, dass so anders wahrnimmt ein Vibrato.

00:24:25: Dass wir weniger gelangweit sind wenn statt geradentönen plötzlich einen vibrator auftaucht.

00:24:32: und jetzt noch die große frage ist das der grund weswegen wir ein vibrato haben damit diese damit die zuhörer an der bei der stange bleiben oder warum?

00:24:40: ich könnte also das finde ich ein punkt.

00:24:43: auf jeden fall wie selbst auch im unterricht mache ist es so dass ich sage Die langweiligste variante eines Tones ist, dass er die ganze Zeit straight bleibt und nichts damit passiert.

00:24:57: Dann können wir ihn auch von einem Kumpfter singen lassen.

00:25:00: Und erst wenn wir selber das Gefühl haben den Ton... Wenn der länger ist zum Beispiel, wenn es ein längerer Halteton ist, dann haben wir das Gefühl okay, wir machen damit was!

00:25:10: Wir verlassen unsere gesangspädagogische Spielwiese nicht oder unsere gesangenliche Spielwiesse nicht und fangen an den Tonleben einzuhauen, indem er zum Beispiel plötzlich ein Vibrato bekommt oder indem wir lauter oder leiser werden.

00:25:24: Crescendo de crescendo.

00:25:25: Das alleine sind Veränderungen die das Publikum der Zuhörerinnen nicht wirklich vorhersehen kann.

00:25:32: Und das macht es interessant!

00:25:34: Ich unterrichte es gerne so dass ich sage okay... Die langweiligste Version des Songs ist die, wie du immer wieder wieder holst.

00:25:41: Wenn du immer das Leiche singest dann weiß ich ganz genau was da kommt und wie du das singen wirst.

00:25:45: wenn du aber zum Beispiel jetzt mal als Tool-Vibrato an einigen Stellen mit Einbaus, die davor nicht drin gewesen sind in deiner Performance einen Tag vorher oder drei Minuten vorher dass sich dann plötzlich mehr hinhöre weil unsere Ohr ist darauf trainiert Veränderung viel stärker wahrzunehmen als gleichbleibendes Das merkt man ganz gut.

00:26:06: Ich zeig dir so mal als Beispiel mit der tickenden Uhr im Unterrichtsraum, wenn die Uhr tickt nimmt man das eigentlich nicht so richtig wahr?

00:26:14: Wenn sie aber aufhört zu ticken, merkt Man irgendwie okay irgendwas ist keiner anders.

00:26:18: und dann Merkt man dann merken Achso Die uhr hat aufgehört zu Ticken.

00:26:21: also dass ur ist darauf getrimmt Veränderungen viel viel stärker wahrzunehmen Und auch sagen wir mal Nicht nur akustisch sondern auch emotional viel viel mehr stärker mit wahrzuleben.

00:26:31: das bedeutet dass wir oder dass ich Ich denke, dass eine Performance nur davon an gewissen Stellen vibrato zu bekommen.

00:26:41: Aber nicht an jeder Stelle, weil du nämlich schon sagtest es gibt dann teilweise einen Mittelwert am Tönen.

00:26:47: das ist richtig.

00:26:48: also wir müssten sozusagen nichts so sauber singen wenn wir vibrato drauf setzen.

00:26:54: die Tonhöhe wird gemittelt und es ist auch so wie du vielleicht auch gelesen hast, dann festgestellt haben dass der exakte Mittelwert gar nicht unbedingt genau die die exakte Pitch ist sondern das ist dann teilweise ein bisschen flat oder ein bisschen sharp und trotzdem wird es der Ton noch als der Ton wahrgenommen.

00:27:16: Sehr sehr stark!

00:27:16: Und das ist ziemlich spannend.

00:27:18: Das unser Gehör sozusagen auch dann abstreichiert und das Ganze einfach ausnivelliert und trotzdem noch als schön empfindet und nicht als das passt nicht mehr zum zur Tonart oder zu den anderen Instrumenten dazu.

00:27:30: Und ich glaube, dass das auch der Grund ist warum die Brato in instrumentalen Strukturen also in instrumentalen Performances mit eingeführt wurde.

00:27:38: Also sei es mit der Gitarre oder mit der Orgel gibt's hier diese Hammond-Orgel wo dann auch die ganze Zeit so ein Lautbrecher sich kräht genauso wie in der Blockflöte oder in der Querflöten wo ja auch ganz viel wie Brato Oder auch am Griffbrett des cellos oder der violine, was ja auch am Ende.

00:27:58: bei Instrumenten ist es gemacht.

00:28:00: Man muss das hinzufügen.

00:28:01: Das Instrument schwingt zwar schon mit einer gewissen langsamen, fangen wir mal mit einem sehr, sehr langsamen Vibrato aber man fügt es sozusagen zusätzlich hinzu um der Performance noch eine gewisse Lebendigkeit zu geben.

00:28:14: und ich glaube dass ist das was man machen kann und Ich finde man sollte dann nur aufpassen passt das Vibrato gerade zur Struktur im Song.

00:28:23: Das heißt, das finde ich zum Beispiel auch bei klassischen Stücken zum Teil manchmal ein bisschen zu viel, dass es auf sehr kurzen Tönen trotzdem einen Vibrator gibt und das sorgt dafür, dass ich nicht mehr unterscheiden kann.

00:28:36: ist das jetzt unsauber gesungen oder ist das das Vibrato?

00:28:39: Also ich kann nicht mehr so richtig den Ton nachvollziehen.

00:28:41: Das heisst, ich würde beim Selbstbärmen unterrichten und auch selber beim Singen immer ein bisschen mit Beobachten.

00:28:50: macht es Sinn.

00:28:50: Ist der Ton schon lang genug, dass sich das Vibrato auch etablieren kann?

00:28:54: Oder ist das Vibrato auf jedem Ton einfach drauf und dadurch werden die kurzen Passage von den kurzen Tönen sehr verschmierte uns sehr, sehr undefinierbar.

00:29:03: Das ist im Popgesang wo ganz viel mit Rhythmik zum Beispiel noch als zusätzliche Phase mit reinkommt, um das dann sehr genau gesungen wird.

00:29:11: Das weicht dieses ganze System in Pop ein bisschen auf und sorgt dafür, dass man teilweise das Gefühl hat wenn alle kurzen Noten auch Fibrato bekommen, dass das ein bisschen unsauberer ist.

00:29:23: Also rhythmisch sowie auch international mäßig.

00:29:26: Wo es hingegen beim klassischen Gesang, wo man viel auch im Legato denkt und auch viel in Spanungsbögen... kommt es nicht ganz so sehr auf eine, also jedenfalls in den meisten Opern.

00:29:38: Nicht so auf ne sehr rhythmische Präzision an.

00:29:40: Da wird auch gerne das Orchester... Das Orchester passt sich der Sängerin oder dem Sänger an was die Agugik angeht zum Beispiel und dann lässt sie natürlich auch auf kurze Töne die Brampe.

00:29:53: Aber ich glaube Sang gewinnt dadurch!

00:29:56: Nicht jeder Gesang weiß es nicht über als Stil prägend.

00:30:00: Also es ist zum Beispiel viel, viel schwieriger auf einem behauchten Gesang wie Billy Eilish.

00:30:03: Klirvibrato oder vielleicht ein Kekoff-Vibrato draufzusetzen im Gegensatz zu z.B.

00:30:08: einem Gospel-Song oder sowas wo da ganz viel dieses Intensitätsvibratos zu hören ist weil es sehr intensiv klingen soll sehr heroisch zum Teil sehr körperlich.

00:30:23: Die meisten Gospelsängerinnen und Sänger singen sehr, sehr körperlich.

00:30:25: Das heißt da ist relativ viel auch dieses Intensitätsvibrato zu finden.

00:30:33: In der Barockmusik ist ja Vibrato oft nur Ornamentation also es gibt immer diesen punktuellen Moment.

00:30:39: Und du hast schon recht im Verlauf der Musikgeschichte hat das dann gerade in der klassischen Musik dann sehr zugenommen.

00:30:46: Also, diese sich ausbreiten.

00:30:48: Und wenn ich mehr Aufnahmen aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert anhöre ... dann sind die oft viel schneller!

00:30:57: viel enger von der strukturbildung als das was wir uns heute anhören würden.

00:31:01: und ich finde es immer interessant wenn man sich so youtube und die ganzen foren so anschaut wo dann leute jemanden zeigen von vor fünfzig jahren und dann sagen auch so klingt auch heute gar keiner mehr warum das war noch die alten meister.

00:31:14: ich finde ist auch interessant wie sich in der musik welt die nutzung und auch die der ideal Typus des Vibrato gewandelt hat.

00:31:23: Es ist wirklich nicht mehr so arg schnell wie früher, ich würde sogar arg behaupten die Kollegen können mich unterbrechen dass vielleicht Sängerinnen von früher wenn die heute im Studium wären oder an der Oper vielleicht stärker kritisiert werden würden für das vibrato als sie es damals vielleicht bekommen haben.

00:31:45: Ich würde da mitgehen in dem Punkt das sich die Ästhetik Also die ästhetische Wahrnehmung und der gesellschaftliche Konsens über was ist schön, welches Vibrato ist schön.

00:31:58: Dass sich das schon sehr stark gebandelt hat nicht nur mit der Frequenz also wie schnell soll es sein?

00:32:04: als habe ich auch festgestellt und hab dann auch in einer Studie gelesen dass die des Vibratorfrequenzen also die häufiger zu finden sind in der Oper umfasst eine Herz runtergegangen ist.

00:32:17: Also die war, die ist ja so bei vier bis sieben Herz ungefähr, die Ideale und früher hat man eher auch sieben Aacht-Herz sehr, sehr schön von hinten ein bisschen leiden wird.

00:32:31: Je es mittlerweile bevorzugt man eher langsamer Revibrato, die sich ein bisschen fundamentaler oder halt eben dramatischer anfühlen oder anhören genau Und teilweise, ich habe auch eine sehr interessante Studie gefunden zum Thema wird Vibrato im klassischen Gesangsunterricht gelehrt oder nicht.

00:32:49: Es ist wirklich so dass die Mehrheit der Gesangspädagogen das nicht explizit anspricht und lehrt sondern als ein Konglomerat aus richtiger Gesangstechnik dann als Ergebnis sozusagen, als Beiprodukt referenziert und sagt Das entsteht dann und du kannst auch nicht die Frequenz kontrollieren, es kommt einfach von alleine.

00:33:14: Und zum Beispiel Alexander Gehehausen ist der Meinung natürlich kann man die Frequent anpassen.

00:33:19: ganz viele Pop- und Soul-Sängerin haben das getan und passen die Vibratofrequenz also ihre Rate sozusagen die Vibrato Rate.

00:33:28: passen sie den Stubb Divisions im Song an.

00:33:32: Das heißt wenn wir so einen Blues haben dann ist das Vibrator vielleicht triolisch oder quadholig Also so was zum Beispiel.

00:33:42: Und man hat festgestellt, dass das auch ästhetische Schönheit hervorruft also das sozusagen dann der Song auch schöner wahrgenommen wird wenn das Vibrato scheinbar von den Subdivisions zur restlichen rhythmischen Struktur des Songs passt Übrigens auch im klassischen Gesang aber man hatte es in popular Gesang eher gemessen und im klassischem Gesang ist es aber auch so dass mir aufgefallen ist dass die vibratofrequenz wenn sie zum Orchester-Pass als Homogener wahrgenommen wird.

00:34:16: Fällt mir sofort die Center aus dem Flingen Holländer ein mit ihrer Arijoho, wo das Vibrato von Joho das Gleiche ist was das Orchester antwortet und was auch in der Overtüre so gespielt wird?

00:34:29: Also das ist immer ein ganz, ganz als gripper-wagner Opern.

00:34:33: Wenn ihr da mal reinhört, dann kann man das sehr gut hören auch Rittervalkyre.

00:34:37: Kann man sehr schön hören wie die ... dass was das Orchester vorgibt, was versuchen die Sängerinnen danach zu machen um sich in das Gansamsystem einzubinden Unheimlich spannend und das macht ja so viel mit uns Und das erleben wir ja ständig.

00:34:57: Im gesangstherapeutischen Kontext, also wenn zu uns in die Stimmtherapie Menschen kommen gibt es auch den Ansatz dass man weil man davon ausgeht und es gibt sogar einige Untersuchungen sich damit beschäftigt haben das Gerade Töne anstrengender sind für den KKOPF auf Dauer zu produzieren, gerade wenn man eine überlastete Stimme hat.

00:35:17: Dass Vibrato einfacher ist für den kkopf zu kompensieren und dass gerade in der Stimmreabilitation man ganz oft mit Vibrator unterstützend arbeitet um gerade die Schleimhaut zu regenerieren das finde ich auch immer sehr spannend.

00:35:32: Gerade die alten stimmtherapeutischen Konzepte also Ihr Kuppeln Samuha, Fröschels und Schlafhorst.

00:35:40: anders sind ja sehr stark damit gearbeitet.

00:35:42: Ich glaube auch die Rabbine mit Tone hier knies und so.

00:35:44: die arbeiten auch sehr viel mit diesem vibrato unterstützenden Sound um praktisch damit den Käkopf zu entlasten.

00:35:55: Natürlich ist es so dass eine Bewegung im Käkopf immer die Strukturen nicht dazu veranlasst, festzuhalten und eventuell durchaus so eine Art Überspannung zu haben.

00:36:10: Der Tize hat ja auch herausgefunden dass das Vibrato an sich also von der Motorekehr wie so einer Art selbsterhaltendes Wasserrad ist.

00:36:21: Das heißt es ist jetzt kein Pepettomobile.

00:36:23: aber es ist so, dass sozusagen diese Zuckung, die der Kekoff macht dass die selbst erhaltend ist.

00:36:29: Und gerade immer so viel Energie wieder reingegeben wird in die Muskulatur, das dieser Rückstelleffekt wieder dafür sorgt, dass wir immer die gleichen Ausprägungen haben in den Tonhöhen.

00:36:40: Also es ist auch noch lange nicht fertig geforscht aber der nennt das Reflex-Resonanzmodell, das sozusagen auch eine gewisse Resonanz gibt in der Art und Weise wie die Muskulator sich dehnt und wieder zusammenzieht und dass diese Resonanzen dafür sorgen, das aufrecht zu erhalten.

00:37:00: Das ist ein total spannendes Thema auch, was er da aufgemacht hat.

00:37:05: Da macht man nicht vielleicht vorher so gar nicht den Kopf aber wie erhält sich das Reperto einfach?

00:37:10: Also wie kommt es dazu, dass... Es ist irgendwie beim Schlagzeug spielen auch.

00:37:14: Ich weiß nicht ob du schon mal jemals Snared waren gespielt hast Und musstest mal so'n Paratitel machen wenn du die drauf schlägst.

00:37:21: und dann gibt's jetzt nur eine Art Rebound, das kennste ja, ne?

00:37:23: Das heißt halt so was du sage bist Der Stock kommt wieder hoch und man lässt ihn widerfallen.

00:37:28: Und diesen Effekt, der funkt in den ersten Wissen Geschwindigkeit.

00:37:33: Wenn sozusagen man merkt okay jetzt automatisiert sich das Ganze und man kriegt so eine Drumroll hin.

00:37:39: Das geht im langsamen Städte und man macht das und man sieht erst mal keine Ahnung.

00:37:44: Okay das ist jetzt wenn ich es langsam mache, dann fügt es ganz komisch.

00:37:47: aber ab einem gewissen Punkt wenn man das übt auf einer gewissen Geschwindlichkeit versellschaftlich sich die Muskelbewegung in den Händen und es wird so ein Automatismus.

00:37:55: Und so ähnlich ist das, glaube ich auch mit Vibrato.

00:37:57: Es wird eher so ein Automatismus.

00:38:00: Die muskulisten, was sie zu tun haben ... der Körper entscheidet sich auch, dass er sich gut anfühlt, dass sozusagen das, was wir als Vibrator wahrnehmen auch für das Nervensystem dass es positiv ist und nicht was stressend ist.

00:38:14: Weil wir nichts festhalten, sondern das Gefühl haben locker loszulassen auch wenn wir trotzdem noch Spannungen im Körper haben durch das Singen.

00:38:22: aber es wirkt nicht mehr so anstrengend.

00:38:24: zum Beispiel

00:38:26: kann ich total mit relating also wenn ich so an mein singendenken denke.

00:38:33: ich habe das auch mal ausprobiert mit dem schlagzeug damals in der musikschule.

00:38:36: ich hab das zwar ein paar monate gemacht fahren lassen.

00:38:41: Und anderen überlassen und bin dann lieber zum Klavier

00:38:43: gegangen.".

00:38:47: Ja cool, total spannend!

00:38:49: Ich habe noch zwei Fragen.

00:38:51: Eine mal die Frage, die bestimmt vielen hier unter den Nägeln brennt.

00:38:55: Wenn du jetzt im Gesangshunterricht bist ... Jetzt kommt jemand sagt ich würde unheimlich gerne am Vibrator arbeiten.

00:39:01: was ist dein erster Weg?

00:39:04: Den du nimmst um dem Vibrato letztendlich zu arbeiten?

00:39:09: Also zuallererst würde ich versuchen, erstmal wieder eine Person rauszufinden was sie meint für ein Vibrato.

00:39:15: Also wenn sie sagt, ich würde gerne einen Vibrator arbeiten dann gibt es meistens schon eine Art Vorstellung wie soll das klingen?

00:39:22: Weil ansonsten kann es sein dass wir vielleicht an genau der falschen Ende des Spektrums arbeiten und sich das dann für die Personen komisch fühlen.

00:39:31: Das heißt, wir hören uns erst mal verschiedene Becuratoraten an und stellen dann fest, okay genau das will ich werden oder genau so soll es klingen.

00:39:38: Also erstmal versuchen die Soundvorstellungen, die Klangvorstellung irgendwie ein bisschen klarer zu bekommen.

00:39:44: Und dann fangen wir zum Beispiel an mit Abdominalen z.B.

00:39:50: Pushest.

00:39:50: also wir versuchen zu lachen zum Beispiel.

00:39:53: Es ist ein ganz gutes...es ist im Prinzip auch nichts anderes als die Bratung wenn man's jetzt mal runter bricht sind die gleichen muskulären Strukturen, die da arbeiten.

00:40:00: Das heißt wir lachen und merken wie sich auch Lachen selbst erhalten kann und wie die muskuleire Struktur sozusagen dazu führt dass wir einen fluktuierenden Ton haben.

00:40:10: oder wir fassen am K-Kopf, am Schildknobbel zum Beispiel an und versuchen rauszufinden okay wenn wir Töne leicht nach unten dippen lassen gibt es dann so eine kleine Zuckung vom Schild Knobbel und versuchen diese Zuckung zu isolieren.

00:40:27: Und zu schauen, okay können wir die Zuckungen auf einem langen Garten enthohlen immer mal mit einbauen?

00:40:33: Können wir das dann schneller machen?

00:40:35: Und ab einem gewissen Punkt ist es möglich, diese Zückungen so schnell zu machen dass sie sich nicht mehr gemacht anfühlt sondern plötzlich wie von alleine weiter läuft.

00:40:44: Dann versuche ich ganz viel wieder Trigger-Songs zu finden also Songs mit denen wir Liberato antriggern können.

00:40:53: Das ist jetzt im Jazz zum Beispiel irgendwelche Super, super Standard.

00:40:56: So was wie Fly Me To The Moon oder dann Fly me to the moon und man versucht erst mal auf dem Moon diesen Vibrato zu finden.

00:41:05: Und zwar nicht das Vibrator, was vielleicht eher aus der Zwetschwerg hingekommt sondern das, was hier durch die Zukunft am Kickoff passiert.

00:41:13: Genau also sind verschiedene Zugänge auf der einen Seite auch ein körperliches Empfinden.

00:41:20: Dann gehe ich auch ganz gerne über Emotionen

00:41:22: d.h.,

00:41:24: schrei mich auch gerne mal im Unterricht mit einem Studis an.

00:41:28: Also die schreien mich an, ich schrei sie an aber nicht um zu schrein sondern einfach um mal raus auszuprobieren.

00:41:36: okay wenn ich emotionaler werde merke es dann auf wie meine Stimme anfängt zu beben Wenn ich zum Beispiel sage geh aus jetzt!

00:41:44: Ja?

00:41:44: Dann merkt man ah ok jetzt verstehe ich was das bedeutet mit dem kompletten Körpereinsatz Emotional ein Ton im Geräusch zu erzeugen, was plötzlich auch sich bedient anfühlt und was vibriert.

00:41:58: Und das dann übersetzen in Songs und in Stücke sorgt für die besseres Verständnis dafür da also wie es sich anfühlen darf.

00:42:09: bei vielen ist es nicht klar, wie darf es sich anführen?

00:42:14: Super!

00:42:16: Absolut tolle Tipps, sehr anschaulich kann ich mir sehr gut vorstellen.

00:42:22: Wenn ich jetzt mal zurückdenke an den klassischen Unterricht von früher, da gab es ganz viele Sachen wo's ums Lachen ging.

00:42:28: Also wo man lachend Vokalisen gesungen hat, um das wie einem Wuppi-Brate zu arbeiten.

00:42:35: Spannend zum Abschluss Martin!

00:42:38: Denn unsere Zeit neigt sich leider schon dem Ende zu wenn wir uns die gesamte Forschung anschauen.

00:42:45: zum Use of vibrato.

00:42:46: Aber was ist das größte, ungelöste Rätsel?

00:42:50: An dem sich die alle noch die Zähne ausweisen.

00:42:52: Wo du Interesse daran hättest dass man es löst oder wo du sagst oh das würde ich ja mal gerne wissen.

00:42:58: Genau also das einfach sozusagen jetzt eine große Metastudie geben müsste mit vielen klassischen und vielen Sängern im populären Stil um einfach mal aufzuräumen mit dem Thema das klassische Gesang und populaire Gesang ganz unterschiedliche Vibrato-Technik nutzen.

00:43:15: Das sehe ich ganz genau so.

00:43:18: Würde ich gerne lösen?

00:43:19: Ja, absolut!

00:43:21: Dann kann man nämlich alle sehen dass wir alle erstens nur mit Wasser kochen und das wir auch uns mustylistisch unterscheiden und eben nicht konsequent andere Sachen machen immer.

00:43:35: Genau.

00:43:36: Gut vielen vielen Dank lieber Martin für deine Zeit.

00:43:39: es war ganz hervorragend dir zu lauschen und euch da draußen.

00:43:45: Bitte haut in die Tasten, schaut in die Footnotes nach.

00:43:47: Schlagt nach wo der Martin ist.

00:43:49: den tritt nämlich auch manchmal auf kann man sich auch anschauen.

00:43:52: hat eine ganz tollen im Instagram auftritt und schaut doch einfach mal da in die Show Notes rein

00:43:57: um

00:43:58: mehr über Martin zu erfahren.

00:44:00: danke dir dass du heute da gewesen bist.

00:44:03: gerne gerne vielen.

00:44:04: vielen Dank nochmal für die Einladung zum Podcast.

00:44:06: also mach gern weiter.

00:44:07: ich finde das Format sehr cool.

00:44:10: Danke dir Vielen Dank.

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